Künstler

Die in Indonesien geborene Sopranistin Erika Tandiono hat sich auf Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts spezialisiert und wird für ihre "glockenreine" Stimme, ihre Virtuosität und ihre ausgezeichneten musikalischen Verzierungen gelobt. Zu den Höhepunkten ihrer Engagements im Jahr 2024 eine Tournee durch die USA und Kanada. Im Jahr 2020 wurde sie mit dem Bovicelli Young Talent Award für ihre eigenen Diminutionen im Bovicelli-Wettbewerb ausgezeichnet. Erika konzertiert regelmäßig bei Konzerten und Musikfestivals weltweit mit einigen der renommiertesten Vokal- und Instrumentalensembles, wie Vox Luminis (Lionel Meunier), Freiburger Barockorchester, Weser-Renaissance Bremen (Manfred Cordes), Musica Fiata (Roland Wilson), Chorus Musicus Köln (Christoph Spering), Melbourne Baroque Orchestra und Royal Melbourne Philharmonic Orchestra (Andrew Wailes). Für die Labels Ricercar, cpo, Deutsche Harmonia Mundi, Arcantus und Move Records hat sie CDs aufgenommen. Erika schloss 2022 ihr Masterstudium für Alte Musik (Gesang) an der Hochschule für Künste Bremen erfolgreich ab.

Erika Tandiono, Sopran
Dávid Budai, Lyra Viol, Viola da Gamba

Als Musiker und Forscher hat Dávid Budai sich auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert, mit Schwerpunkt auf Renaissance und Frühbarock. Seine Expertise liegt besonders bei der englischen Lyra-Viol und dem frühbarocken Geigenconsort. Er studierte Viola da Gamba bei Hille Perl, Marianne Muller und Irene Klein, und vertiefte seine Improvisationskenntnisse bei Martin Erhardt, Barnabé Janin und Jean-Yves Haymoz. In seiner Arbeit verbindet er Forschung und Praxis, was sich in seinen Projekten und Aufführungen widerspiegelt. Seine internationale Konzerttätigkeit umfasst Auftritte bei renommierten Festivals wie dem Utrecht Oude Muziek Festival, dem Trigonale Festival Kärnten und dem Ambronay Festival. Er tritt regelmäßig mit Ensembles wie Anima Shirvani, Weser Renaissance, L’arpeggiata und Musica Fiata auf. Ein Herzstück seiner Arbeit ist das Geigenconsort Bremen, ein Ensemble, das sich der Wiederbelebung des frühbarocken Repertoires für Violinensemble widmet. Hier kann er seine Leidenschaft für die Erforschung und Aufführung historischer Musik voll ausleben. Sein Ziel ist es, durch seine Projekte eine Brücke zwischen historischer Forschung und lebendiger musikalischer Praxis zu schlagen und so vergessene Repertoires wiederzuentdecken und zum Leben zu erwecken.

Die japanische Lautenistin Asako Ueda lebt in den Niederlanden und widmet sich ihrer Leidenschaft für die Aufführung alter Musik, insbesondere der Kammermusik des 15. bis 17. Jahrhunderts. Sie gewann den ersten Preis beim Biagio-Marini-Wettbewerb (DE), den dritten Preis beim Internationalen Van-Wassenaer-Wettbewerb (NL), den zweiten Preis beim London International Festival of Music und war Preisträgerin und Finalistin beim Maurizio-Pratola-Wettbewerb für Laute solo. Sie hat bei mehreren Musikfestivals gespielt, darunter das Utrecht Early Music Festival, LausPolyphoniae, Wonderfeel, Bach Academie Brugge und York Early Music Festival. Sie arbeitet regelmäßig mit The Orchestra of the Eighteenth Century, Lucie Horsch, Maarten Engeltjes und der Amsteredam Sinfonietta zusammen. Als prominente Solistin gibt sie Solokonzerte auf dem Luitdag der Niederländischen Lautengesellschaft und auf dem Dag van het Kasteel. Sie schloss ihr Studium der Musik des Mittelalters und der Renaissance bei Dr. Marc Lewon an der Schola Cantorum Basiliensis mit Unterstützung des Prins Bernhard Cultuur Stipendiums ab. Zuvor wurde sie während ihres Studiums am Königlichen Konservatorium Den Haag unter der Leitung von Mike Fentross und Joachim Held mit dem „Excellence Scholarship“ ausgezeichnet.

Asako Ueda, Laute
Mareike Greb, Historischer Tanz

Mareike Greb ist freischaffende Tänzerin und Schauspielerin mit Wohnsitz in Leipzig. Nach einer Ballettausbildung begann sie bereits in ihrer Jugend sich der historischen Tanzkunst und Aufführungspraxis zu widmen und lernte neben ihrer Mitgliedschaft im Ensemble Tourdion (Saarland) u.a. bei Lieven Baert, Véronique Daniels, Markus Lehner, Barbara Sparti, Kaj Sylegard und Béatrice Massin. Mareike Greb lehrt an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und ist als Künstlerin national und international solo und in diversen Ensembles tätig. Seit ihrem Studium der Theaterwissenschaften, Musikwissenschaften und Komparatistik an der Universität Leipzig als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes beschäftigt sie sich außerdem wissenschaftlich intensiv mit den Tänzen und der Musik von der Frühen Neuzeit bis zum Barock, rekonstruiert aus Historischen Quellen und verbindet Theorie und Bühnenpraxis zu einem fundierten, aber spannungsreichen Bühnenkonzept, das immer Kontakt zum Publikum sucht. Als Choreographin war sie u.a. beim Lichtfest Leipzig, bei der ARD-Märchenserie „Sechs auf einen Streich“, der Kinderserie „Schloss Einstein“ und für diverse Bühnen, u.a. für die Sommerkomödie Erfurt tätig.

Die japanische Gambistin Miyoko Ito führte ihre Leidenschaft für die Viola da Gamba zu einer bemerkenswerten musikalischen Karriere und erwarb ihr profundes Wissen und ihre Fertigkeiten an renommierten Institutionen. Seit 2003 hat ihre Leidenschaft für die Viola da Gamba sie zu Auftritten auf vielen Bühnen in vielen Ländern der Welt geführt, wie Deutschland, Österreich, Frankreich, England, Japan, Italien, China, Rumänien, den Niederlanden und der Schweiz. Sie studierte Viola da Gamba an verschiedenen angesehenen Musikschulen in Basel, Frankfurt, Trossingen und Bremen. Ihre Lehrer waren hoch angesehene Persönlichkeiten in der Welt der Viola da Gamba, darunter Paolo Pandolfo, Lorenz Duftschmid und Hille Perl. Im Jahr 2014 veröffentlichte sie gemeinsam mit Martin Erhardt die CD "Quinta Vox. Madrigale des 16. Jahrhunderts mit Diminutionen von Miyoko Ito und Martin Erhardt", im Jahr 2017 „Ohrwürmer auf Reisen“ mit dem Ensemble “all’improvviso”. Neben ihren Auftritten gibt Miyoko ihr Wissen gerne an die jüngere Generation in Halle (Saale) weiter, wo sie lebt.

Miyoko Ito, Lyra Viol